Persönliches Budget

Inhalt

 

Was heißt Persönliches Budget?

 

Was ist das Persönliche Geld?

 

10 Schritte zum Persönlichen Geld

 

1.       Die Idee

 

2.       Beraten

 

3.       Was brauchen Sie?

 

4.       Helfer suchen

 

5.       Antrag

 

6.       Prüfen

 

7.       Ziel-Vereinbarung

 

8.       Geld- Konferenz

 

9.       Bescheid

 

10.     Verträge mit Helfern

 

 

 

Was heißt Persönliches Budget?

 

Budget ist ein schweres Wort.

Budget ist ein anderes Wort für Geld.

Das Persönliche Geld ist ein fester Betrag.

Das Geld muss für eine bestimmte Zeit reichen.

Zum Beispiel für 1 Monat.

 

Persönlich heißt: das Geld gehört dem 

Menschen,der es bekommt.

Er bestimmt selber über das Geld.

Persönliches Geld ist das gleiche wie

Persönliches Budget.

 

 

Was ist das Persönliche Geld?

 

Das Persönliche Geld ist kein Extra-Geld.

Das Geld ist für Ihre Unterstützung.

Damit können Sie Ihre Unterstützung selbst

bezahlen.

 

Sie bestimmen selbst:

  • Welche Hilfen Sie bekommen.
  • Wann Sie Hilfe bekommen.
     
  • Wie oft Sie Hilfe bekommen.
  • Von wem Sie Hilfe bekommen.

 

Wie viel Geld Sie bekommen hängt davon ab:

  • Welche Hilfe Sie brauchen.

  • Wie viel Hilfe Sie brauchen.

 

Sie bekommen das Geld jeden Monat.

Sie bekommen das Geld auf Ihr Konto.

 

Das Geld kann von verschiedenen

Stellen gezahlt werden.

Zum Beispiel von der Pflege-Kasse und

dem Sozial-Amt.

Diese Stellen heißen: Leistungs-Träger.

Beim Persönlichen Geld arbeiten

alle Leistungs-Träger zusammen.

 

 

10 Schritte zum Persönlichen Geld

 

1.    Die Idee

 

Sie bekommen jeden Monat

Hilfe und Unterstützung.

Dafür wird Geld gezahlt.

Zum Beispiel vom Sozial-Amt.

 

Das Geld muss für bestimmte Leistungen

ausgegeben werden.

Sie möchten andere Menschen davon bezahlen.

Mit dem persönlichen Geld können

Sie Ihre Ziele erreichen.

 

Sie können überlegen:                                                               

  • Was Sie gern in Ihrem Leben anders machen möchten.
     
  • Ob Sie lieber allein in einer Wohnung leben möchten. 
     
  • Oder in einer Wohn-Gruppe.
     
  • Ob Sie zufrieden sind mit ihren Helfern.

  • Ob Sie sagen können, welche Hilfe Sie brauchen.
     
  • Ob Sie die Hilfe auch bekommen. 

 

 

2.    Beraten

 

Sie haben überlegt.

Und wissen schon, was Sie anders machen wollen.

Sprechen Sie mit Ihrem Betreuer.

Und gehen Sie zu einer Beratungs-Stelle.

Lassen Sie sich zum Persönlichen Geld beraten.

Sie können auch mit Ihrem Betreuer zur 

Beratungs-Stelle gehen.

 

 

3.    Was brauchen Sie?

 

Die Mit-Arbeiter in der Beratungs-Stelle

fragen Sie, welche Hilfe Sie brauchen.

Und wofür das Geld ausgegeben werden soll.        

Machen Sie eine Liste, welche Hilfe Sie brauchen.

 

Sie müssen in die Liste schreiben:

  • Bei welchen Sachen Sie Hilfe brauchen.
     
  • Wie oft Sie die Hilfe brauchen.
     
  • Und wie lange Sie die Hilfe brauchen.
     
  • Und wer Ihnen helfen soll.

 

Sie können eine solche Liste auch in der Beratungs-Stelle

bekommen.

 

Die Liste müssen Sie nicht allein machen.

Lassen Sie sich von jemand helfen.

Eine Person, der Sie vertrauen und die Sie gut kennen.

 

Schreiben Sie einen Monat lang alles auf.

Damit Sie wissen, welche Hilfe Sie wirklich in 

einem ganzen Monat brauchen.

 

 

4.    Helfer wählen

 

Sie wissen nun, bei was Sie Hilfe brauchen.

Sie suchen sich einen Fach-Dienst, der Sie

unterstützen soll.

Da gibt es viele verschiedene Menschen,

die Ihnen helfen können.

 

Sie können sich auch selbst  Personen aus-suchen,

die Ihnen helfen sollen.

Sie sollten sich gut mit der Person verstehen.

Und ihr vertrauen.

Das kann zum Beispiel Ihre Nachbarin sein.

 

Wen Sie beauftragen, entscheiden Sie selbst.

 

Lassen Sie sich von der Person ein Blatt geben.

Auf diesem Blatt muss stehen, wie viel

Geld die Hilfe kostet, die Sie brauchen.

Das schwere Wort ist: Kosten-Voranschlag.

Diesen Kosten-Voranschlag müssen

Sie mit zu dem Antrag tun.

 

 

5.    Antrag

 

Sie bekommen das Persönliche Geld nur,

wenn Sie einen Antrag stellen.

Sie können wählen, wofür Sie 

das Persönliche Geld brauchen.

 

Wenn Sie verschiedene Hilfe brauchen.

Zum Beispiel, wenn Sie Hilfe

beim Einkaufen brauchen.

Dann können Sie das weiter mit Ihrem

Fach-Dienst machen.

Oder von einer anderen Person.

Die bekommt dann das Geld dafür.

 

Stellen Sie den Antrag mit jemand aus der Beratungs-Stelle.

In den Antrag müssen Sie schreiben:

  • Sie möchten das Persönliche Geld bekommen.
     
  • Welche Hilfen damit bezahlt werden sollen.
     
  • Welche Hilfen Sie brauchen.

 

Sie müssen  in den Antrag schreiben, warum

Sie das Persönliches Geld möchten.

Fragen Sie in der Beratungs-Stelle,

wo Sie den Antrag hin schicken müssen.

 

 

6.    Prüfen

 

Sie haben den Antrag weg geschickt.

Zum Beispiel zum Sozial-Amt.

Jetzt müssen die Mit-Arbeiter prüfen,

ob das Sozial-Amt das Persönliche Geld bezahlen muss.

Dafür haben die Mit-Arbeiter  2 Wochen Zeit.

Dann prüfen sie, ob Sie das Geld bekommen können.

Und wie viel Geld Sie bekommen.

 

 

7.    Ziel-Vereinbarung

 

Eine Ziel-Vereinbarung ist ein Vertrag.

Sie schließen den Vertrag mit einem

Leistungs-Träger.

Zum Beispiel mit dem Sozial-Amt.

 

Die Mit-Arbeiter von dem Leistungs-Träger schreiben

die Ziel-Vereinbarung.

 

In der Ziel-Vereinbarung muss stehen:

  • Welche Ziele haben Sie mit dem Geld:

          - Was Sie mit dem Geld machen wollen.

          - Für welche Dinge Sie das Geld brauchen.

  • Wie lange Sie die Hilfe bekommen.
  • Sie müssen nach-weisen, wie Sie das Geld

   ausgegeben haben.

Also, dass Sie das Geld wirklich für die Hilfen

gebraucht haben.

  • Wie darauf geachtet wird, dass die Hilfe gut ist,

   die Sie bekommen.

  • Wann Sie sich das nächste Mal treffen.
  • Was Sie machen müssen, wenn Sie das

   Persönliche Geld nicht mehr wollen.

  • Zum Beispiel wenn Sie mit dem Persönlichen Geld

   nicht zurecht-kommen.

 

Dann schickt der Leistungs-Träger Ihnen

die Ziel-Vereinbarung zu.

Lesen Sie die Ziel-Vereinbarung genau durch.

Es muss alles stimmen, was drin steht!

 

Wenn alles richtig ist, unterschreiben Sie die

Ziel-Vereinbarung.

Schicken Sie die Ziel-Vereinbarung an

den Leistungs-Träger zurück.

 

Gehen Sie zu Ihrer Beratungs-Stelle.

Wenn etwas nicht so in der Ziel-Vereinbarung steht, 

wie Sie es besprochen haben.

 

 

8.    Geld-Konferenz

 

Konferenz heißt: Gespräch.

Sie treffen sich mit den Mit-Arbeitern von dem

Leistungs-Träger zu einem Gespräch.

Bei dem Gespräch sprechen Sie über

die Hilfe, die Sie brauchen.

Und über Ihre Ziel-Vereinbarung.

 

In der Ziel-Vereinbarung steht,

wie Sie das Persönliche Geld bekommen sollen.

Zu dem Gespräch sollten Sie jemand mit-nehmen.

Jemand, dem Sie vertrauen.

Das kann zum Beispiel Ihr Betreuer sein.

Oder Ihre Eltern.

 

Für das Gespräch gibt es Regeln:


1. Alle werden begrüßt.

    Jeder stellt sich vor.

2. Ein Mit-Arbeiter vom Amt spricht mit

    Ihnen über das Persönliche Geld.

3. Sie besprechen gemeinsam

    die Hilfe, die Sie brauchen.

4. Sie sagen, welche Ziele Sie mit dem

    Persönlichen Geld haben.

5. Sie überlegen gemeinsam, wie viel

    Geld Sie bekommen können.

    Und wofür Sie das Geld bekommen.

    Und wie lange Sie das Geld    

    bekommen können.   

6. Der Leistungs-Träger muss sicher sein,

    dass die Hilfe gut und genug ist.                                  

    Er überlegt, wie er das prüfen kann.

    In schwerer Sprache heißt das:

    Maßnahmen zur Qualitäts-Sicherung.

7. Sie legen fest, wann Sie und der

    Mit-Arbeiter sich wieder treffen.

 

Alles was besprochen wird, soll aufgeschrieben werden.

Das heißt: es gibt ein Protokoll.

 

 

9. Bescheid

 

Sie bekommen Post vom Amt.

Darin steht, wie viel Geld Sie bekommen.

Und für welche Hilfen.

Das heißt:

Sie bekommen einen Bescheid über das Persönliche Geld.

In dem Bescheid steht, wie viel Geld Sie bekommen.

Und wie lange Sie das Geld bekommen.

 

Der Bescheid  ist rechts-kräftig.

Das heißt: Er gilt.

 

Sie können auch Wider-Spruch einlegen.

Sie schreiben einen Brief.

Wenn Sie nicht einverstanden sind, was

in dem Bescheid steht.

Dafür haben Sie nicht viel Zeit.

Sie müssen inner-halb von einem Monat

den Brief an den Leistungs-Träger schreiben.

Fragen Sie in Ihrer Beratungs-Stelle.

 

 

10. Verträge mit Helfern

 

Sie suchen sich die Menschen, die Ihnen

helfen sollen selbst aus.

Schließen Sie einen Vertrag mit jedem Helfer.

In dem Vertrag steht:

  • Bei welchen Sachen die Person Ihnen helfen soll.
  • Und wie oft sie Ihnen helfen soll.
  • Und wie viel Geld sie dafür bekommt.

 

Sie brauchen ein Heft.

In das Heft schreiben Sie, was der

Helfer gemacht hat.

Und wie lange er dafür gebraucht hat.

Das muss der Helfer unterschreiben.

 

Der Leistungs-Träger wird sich wieder mit Ihnen treffen.

Dann werden Sie zu Ihren Helfern und

zu Ihrem Persönlichen Geld befragt:

  • Ob Sie zufrieden sind mit Ihren Helfern.
  • Ob sie Ihnen richtig helfen und sie unterstützen.
  • Und ob Sie die Ziele alle erreicht haben,

   die Sie genannt haben.

 

 

 

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